Ich wollt nie mit aner Strasserbo raffn, ehrlich. Aber damals wärs beinah nu suweit kumma. Fast hättis draafhaua mäin af ihr suwiesu scho su platte Nosn, wenns net an Quantensprung gebn hätt und sie anderthalb Meter vor mein Kupf und mein verbeulten Fahrrad doch nu stehbliebn wär.
Naja, ich will ehrlich sei, eigentlich hobber mi scho gfärcht und eigentlich bin er mer vurkumma, wie in su an Gruselfilm, wo die technischen Geräte oofanga af die Leit loszugäih:
Iich vornweg af meim Fahrrädla und hinter mir her a klinglndes, rumplndes Ungetüm. Der Fahrer hängt wahrscheinlich bewusstlos im Führerstand, hobber mer denkt, und die Leit hintendrin wern hilflos hi- und hergschmissn. Madli kreischn, Männer beweisn heldenhaftn Mut und rettn an Kanarienvogl ausn Goldfischglas. A Fraa kricht vur lauter Schreck ihr Bobberla a Monat zu früh und der schüchterne Medizinstudent bewältigt im Helfn a Kindheitstrauma. Die zwaa aufm Weg zum Scheidungsrichter erkenna, dasser si doch nu meeng und der alte Säufer, der alle zehn Minutn aus sein Traan aufwacht, schwört, dass er zu die anonymer Alkoholiker geht, falls er aus der Strasserbo heil widder rauskummt. So oder so ungefähr hobber mers vorgstellt.
Und werkli: wäi er mi su auf der Flucht genauer umgschaut hob, hob i scho Scharfschützn hinter die Autos versteckt steh sehng, die Strass is mer seltsam leer vurkumma, wahrscheinlich evakuiert, hobbi vermutet.
Blitzartig is mer klar worn, dass die häufichn Sternschnuppn im letztn Monat Ufos gwen sei mäin mit Wesn, die sich der Seele vo elektrische Geräte bemächtichn.
Und wenn iech net schlussendlich mitn Vorderreifn in die Strasserbo-Schiena kumma wär und deswegn an su an graislichn Fluch nausgschriea hätt, dass die Ufos gleich derbräiselt und mich vo meim Fahrrad noghaut hat, dann wär mer heit allezamm Sklavn vo unsere Mixer, Waschmaschina und Strasserbohna.